Gudrun in fröhlicher Erwartung

Nach all den Gedanken und Überlegungen, welche Herrchen sich in den letzten 1 1/2 Jahren um uns Strippen irgendwie schon völlig umsonst gemacht hatte, nahm er sich für den Frühling 2003 offenbar ganz konkret vor den Klausen und mich, die Gudrun, definitiv folgenschwer zueinander finden zu lassen. Das begann damit, das wir vom 13.11.2002 bis zum 15.12.2002 in den zwar frostsicheren, aber doch reichlich kühlen Keller ziehen mußten. Hier verbrachten wir also die Zeit unserer allerersten Winterruhe.

Nachdem wir wieder an die freundlicheren Temperaturen der Wohnung von Herrchen gewohnt waren schnappte sich Klausen als erster schon am 22.12.2002 einen aufgetauten Fisch. Am 06.01.2003 fuhr er gewohnheitsmäßig aus seiner Haut und in Anlehung dessen tat ich das einen Tag später auch gleich mal. Wieder einen Tag später, nämlich am 08.01.2003 genehmigte auch ich mir das erste Futter seit der Winterruhe - und genaugenommen seit einer ziemlichen Weile, denn bereits einige Wochen vor der Umsiedlung in den Keller war ich ganz entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten nur noch per Tauwurm zum Futtern zu animieren gewesen...jaja die Müdigkeit...

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Bereits vor meiner Häutung war Klausen scharf auf mich; und wer uns beobachtete, der konnte ganz leicht feststellen, das ich nicht als Spaßbremse vom Dienst fungieren wollte. Nachdem ich nun aber meine gammelige Haut (die war noch vom Ende August 2002!) endlich los war, war auch der Klaus sozusagen los! Ununterbrochen nahm er engen Kontakt mit mir auf und wäre er von Herrchen am 23.01.2003 nicht in ein eigenes Becken zwangsversetzt worden, wäre ich vielleicht noch ausgerastet. So aber hatte ich endlich meine Ruhe, genehmigte mir 4 Springer oder Babyratten plus Animations-Fisch bei den wöchentlichen Fütterungen und wuchs und wuchs und wuchs - und zwar nicht in die Länge (wozu auch so schnell, wo ich gleich über 1 Meter lang sein werde) sondern in die Breite!

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Während mein Klaus bei den strammen Nattern-Girls Jup & Joo fremdging (wenn es denn wirklich so war, keiner weiß was ganz genaues und sie sagen einfach nichts dazu!), verlor ich ab dem 10.03.2003 allmälig das Interesse am Futtern. Ihr würdet vielleicht sagen, das ich ein bisschen rumzickte, aber mehr als einen Springer hab ich per 10. und 16.03.2003 einfach nicht heruntergewürgt bekommen.

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Am 19.03.2003 taumelte Herrchen im Geiste dann hin und her, ob er mich nochmal zwecks Hygiene aus dem Becken nehmen oder abwarten sollte. Nun, er beschloß abzuwarten und ich bin echt dankbar dafür! Denn einen Tag später entdeckte er, als er gegen 15:00 Uhr zu meinem Becken kam, eines meiner sich gerade aus der dünnen Eiheit befreiendes Baby. Nachdem er ein bisschen genauer geguckt hatte, entdeckte er wohl noch so einige Babys und - obwohl das eigentlich Klausen zugestanden hätte - blieb er bei der Geburt der restlichen Babys dabei.

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Die Geburt beschreibt er wie folgt:
Gudrun verweilte zunächst eine ganze Zeit auf ihrem größeren Korkrindenversteck, wobei sie sich ganz langsam Stück für Stück voran zog. Anfangs gebar sie in recht kurzen Abständen ihre Jungen (einmal sogar zwei auf einen Schlag), aber je deutlicher man die einzelnen Jungen ab der ungefähren Leibesmitte von außen ausmachen konnte, umso länger brauchte sie logischer Weise für die Geburt. Von meiner Anwesenheit nahm sie anscheinend keine Notiz. Ich hielt mich aber trotzdem möglichst versteckt. Immer wenn sie eines der Jungen herauspresste hob sie ihren Schwanz ein kleines Stück weiter an. Bei der Geburt einiger Jungtiere war deutlich zu erkennen, das sie zum Schwanz hin 'einschnürende' Muskelbewegungen durchliefen. Andere Jungen gebar sie scheinbar einfach so :).

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Nun, just in dem Moment in dem ich spürte, das ich fertig mit diesem Geburtskram war, mußte ich erst einmal ein paar flotte Runden durch mein Terrarium drehen. Animiert durch meinen Bewegungsdrang begannen einige meiner Babys immer wieder mich auf diesen Streifzügen zu begleiten. Sie glitten über oder neben mir entlang, einige wurstelten sich sogar unten durch und ich glaube genau das hat Herrchen nicht so behagt. Deshalb war ich nach der Korkrinde gleich die nächste die aus dem Terrarium herausmußte.

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