Beschreibungen zur Lebensweise der von mir gehaltenen Thamnophis-Arten


Thamnophis sirtalis concinnus (Rotgefleckte Strumpfbandnatter)

Vorkommen T. s. concinnus

(Die rote Markierung grenzt die ungefähre Verbreitung der Thamnophis-Art ein)


T. s. concinnus Bild 001Thamnophis sirtalis concinnus wird nur selten in europäischen Terrarien gehalten. Wie alle westlichen Arten oder Unterarten der Gattung Thamnophis werden diese wunderschönen Nattern über die 'üblichen Kanäle' nie nach Europa importiert.

Die Red Spotted Garters, wie sie in den U.S.A. genannt werden, weisen eine sehr dunkle, meist schwarze Grundfärbung auf. Der Rückenstreifen ist relativ schmal (schmaler als beim östlichen/südlichen Nachbarn T. s. fitchi aber breiter als beim nördlichen Nachbarn T. s. pickeringii). Die Kopfoberseite, die Lippenschilde und die Kopfseiten sind kräftig rot gefärbt. Auf den Körperseiten finden sich große rote Flecken, welche den Nattern ihre amerikanische Bezeichnung eingebracht haben. Die Bauchseite ist bläulich gefärbt, wobei Tiere aus nördlichen Populationen hier vermehrt dunkle Pigmentzeichnungen bis fast schwarze Bauchseiten aufweisen. Ich habe mal ein einfaches Latein-Wörterbuch bemüht, um herauszufinden, was 'concinnus' denn nun übersetzt heißen könnte. Aus meiner Sicht für ein Lebewesen nicht unbedingt passend aber doch nicht verkehrt: 'kunstgerecht zusammengefügt'. ;-)

Die Rotgefleckten Strumpfbandnattern leben entlang der nördlichen Westküste der U.S.A. vom südlichen Washington bis zum südlichen Oregon. Auf Karten ab 1996 bis 2003 reicht das ausgewiesene Verbreitungsgebiet zumeist bis ins südliche Kalifornien, was daraus resultiert, das T. sirtalis infernalis (die Kalifornische Rotseitige Strumpfbandnatter) längere Zeit durch amerikanische Herpetologen T. s. concinnus zugeordnet wurde. Ihre Lebensweise ist zumeist aquatiler als die der weiter nördlich und östlich angrenzenden Unterarten. Einen Großteil ihrer natürlichen Nahrung decken sie über Amphibien ab. In Oregon ist die Rotgefleckte Strumpfbandnatter so ziemlich der einzige Fressfeind des giftigen Taricha-Molches. Weiterhin werden Regenwürmer, Egel und Fische erbeutet.

T. s. concinnus Bild 002Bedingt durch die unmittelbare Lage des Verbreitungsgebietes zum Pazifischen Ozean von Thamnophis sirtalis concinnus kann man die Herkunft dieser Tiere eher generell mit der Bezeichnung 'gemäßigte Klimazone' beschreiben. Im gesamten Verbreitungsgebiet legen die Nattern selbstverständlich eine Winterruhe ein.

Meine sechs Nattern dieser wunderschönen Strumpfbandnattern-Unterart sind derweil etwas über ein Jahr alt. Sie haben sich sehr gut entwickelt und gehen regelmäßig an das angebotene Futter (Babymaus- /Babyrattenstücke). Mir scheint, als wären die Männchen ein wenig nervöser als die Weibchen, welche insbesondere in der Trübungsphase vor einer Häutung schon einmal beachtliche Abwehrmethoden demonstrieren (Abflachen des gesamten Körpers, Scheinangriffe), jedoch nicht beißen oder Sekret absetzen. Binnen des ersten Jahres scheint sich ebenfalls die Färbung der Tiere intensiviert zu haben, eines der Weibchen weist nunmehr eine von massiven roten Pigmenten unterbrochene, kaum noch als dunkel auszumachende Bauchseite auf (die Schwanzunterseite ist einfarbig rot!).


weiter zur Beschreibung der Lebensweise von Thamnophis sirtalis infernalis


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