Beschreibungen zur Lebensweise der von mir gehaltenen Thamnophis-Arten


Thamnophis sirtalis infernalis (Kalifornische Rotseitige Strumpfbandnatter)


T.s.infernalis Bild 001Es fällt gar nicht so einfach Angaben und Daten über die Kalifornische Rotseitige Strumpfbandnatter in der gängigen Literatur aufzufinden (wobei sicherlich davon ausgegangen werden kann, das diese wunderschönen Schlangen sich in ihrer Lebensweise von den anderen T. sirtalis Unterarten unter Berücksichtigung des Verbeitungsgebietes, welches man grob mit dem kalifornischen Küstenstreifen in den USA eingrenzen kann, kaum unterscheiden). Sonderlich erschwert wird dies vor allem dadurch, das diese Unterart der Gewöhnlichen Strumpfbandnatter in den 90'er Jahren taxonomisch etwas ins Abseits geriet. Amerikanische Wissenschaftler stellten fest, das die ursprüngliche auf Thamnophis sirtalis infernalis lautende Unterartbeschreibung nicht die bis dato zugeordneten Nattern umfaßte, sondern für die mittlerweile in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet beinahe ausgerottete San-Francisco-Strumpfbandnatter (T. s. tetrataenia) zu gelten hatte.

Folglich wurde dieser Tatsache in der Literatur auf unterschiedliche Weise begegnet. Mutschmann stellte 1995 T. s. tetrataenia zu T. s. infernalis. Rossman, Ford & Seigel benannten 1996 T. s. tetrataenia zu T. s. infernalis um und stellten T. s. infernalis zu T. s. concinnus. Hallmen & Chlebowy (2001), wie auch spätere Autoren, unterschieden mit entsprechenden Verweisen auf die Problematik alle drei Unterarten unabhängig voneinander.

Erwiesener Maßen wäre die Umbenennung von T. s. tetrataenia zu T. s. infernalis wohl korrekt gewesen; jedoch erschien den meisten Thamnophis-Liebhabern die Zuordung der bisherigen T. s. infernalis zur Unterart T. s. concinnus äußerst unbefriedigend. Zudem fand vor allem auch die Umbennung von T. s. tetrataenia wenige Freunde; insbesondere in Anbetracht ihres in der Natur äußerst unsicheren Status. Ende 2003 ordnete die 'International Commission on Zoological Nomencalture' sodann schließlich den Namen Thamnophis sirtalis infernalis wieder den Kalifornischen Küstenpopulationen zu. Ausgehend von diesem Status gelten alle drei Unterarten als anerkannt.

T.s.infernalis Bild 002Rein äußerlich lassen sich die drei Unterarten recht gut von einander unterscheiden:
T. s. concinnus grenzt sich von den beiden anderen Unterarten durch einen wesentlich schmaleren Rückenstreifen, fehlende Seitenstreifen und eine deutlich dunklere Bauchfärbung ab. T. s. tetrataenia weist über den Seitenstreifen ein weiteres schwarzes Band auf, welches T. s. infernalis fehlt. Außerdem besteht die Zeichnung über den Seitenstreifen bei letzterer aus einem gleichmäßigen Band von schwarzen und roten Flecken, welches bei T. s. tetrataenia lediglich im Schwanzbereich auftritt (vorher ist das Band einfarbig rot).

Ein weiteres, mit der bestehenden taxonomischen Verwirrung einhergehendes Problem stellt das konkrete Verbreitungsgebiet von T. s. infernalis dar. Da in der zumeist als Referenz (Rossman, Ford & Seigel) genutzen Quelle die Verbreitungsgebiete von T. s. concinnus und der 'vorherigen' T. s. infernalis zusammengeschmolzen wurden, folgerten spätere Autoren mit reichlich ungenaueren Verbreitungsskizzen offenbar, das T. s. infernalis lediglich im Bereich der Verbreitung von T. s. tetrataenia vorkommen würde. Dies ist selbstverständlich nicht korrekt, und somit erklärt sich auch schon die geografisch variierende Färbung von T. s. infernalis. Während Nattern aus der Umgebung der San Francisco Halbinsel in ihrer Färbung T. s. tetrataenia (bläulich-scharz-rot) gleichen, weisen sie anderen Orts eher eine gelb/grünliche-schwarz-rote Färbung auf. Allen Exemplaren ist jedoch die kräftig rot gefärbte Kopfoberseite, welche bis zu Teilen der Oberlippenschilde herunterfließt, eigen. Es soll ebenfalls darauf hingewiesen werden, das die südlichsten Populationen von T. s. infernalis einer neuen Unterart zugeordnet werden sollen - bislang wird diese neue Unterart lediglich als 'South Coast Garter Snake' bezeichnet. Die Biotope dieser 'kommenden' Unterart sind derweilen zu großen Teilen der Industrialisierung zum Opfer geworden, so das die 'South Coast Garter Snake' auch ohne weitere Beschreibung schon jetzt zu den in Kalifornien geschützen Arten zählt.

T.s.infernalis Bild 003


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