Beschreibungen zur Lebensweise der von mir gehaltenen Thamnophis-Arten


Thamnophis sauritus sackenii (Florida-Bändernatter)

Verbreitung T. saur. sackenii

(Die braune Markierung weist auf das Verbreitungsgebiet der Thamnophis-Art hin)


T. saur. sackenii Bild 005Thamnophis sauritus sackenii wird bis zu 102 cm lang. Man muß hierbei beachten, das es sich bei diesen 102 cm nicht etwa um einen Durchschnittswert sondern eher die maximal zu erwartende Größe handelt. Die Zuordnung innerhalb der Art (Thamnophis sauritus ssp. - Östliche Bändernatter) ist recht einfach zu bewerkstelligen. Während T. s. sauritus und T. s. septentrionalis für gewöhnlich 7 Oberlippenschilde aufweist, zählt man bei T. s. sackenii und T. s. nitae 8 Oberlippenschilde. Soweit abgegrenzt ist es unproblematisch die Nattern richtig zu erkennen. T. s. nitae weist eine sehr dunkle Grundfarbe auf, die Seitenstreifen sind bläulich-weiß. T. s. sackenii erkennt man an der bräunlichen Rückenfarbe, dem ocker- oder ebenfalls braun gefärbten Rückenstreifen und den schmalen und sehr hellen (weiß, hellgelb, manchmal hellgrünlichen) Seitenstreifen. Bei einigen Tieren der Unterart scheint der Rückenstreifen metallisch zu glänzen.

Die Tiere sind in ihrem natürlichen Vorkommen an dichte Bebuschungen in direkter Wassernähe gebunden. Sie sind äußerst agil, tagaktiv und ungemein kletterfreudig. Die meistem Florida-Bändernattern werden im übrigen im Geäst, oft mehrere Meter (teilweise über 5 m) auf Bäumen/Büschen gesichtet. Hier jagen sie Frösche, welche neben anderen Amphibien und Fischen ihre Hauptnahrung darstellen. Bei Störungen lassen sich die Tiere von über das Wasser ragenden Büschen oder Ästen fallen, um schnell schwimmend, aber nicht tauchend, zu entkommen.

Thamnophis sauritus sackenii ist in Teilpopulationen auf der Halbinsel Florida als gefährdete Art geschützt.

T. saur. sackenii Bild 025Die Nattern haben ein äußerst temperamentvolles Wesen und stehen in den Ruf, hektisch, scheu und bissig zu sein. Insoweit man ihnen auch im Terrarium ähnliche Verhältnisse bietet, welche sie in der Natur bevorzugen, gewöhnen sie sich über einen meist längeren Zeitraum dennoch an die Terrarienhaltung. An das Anfassen hingegen gewöhnen sich die meisten Exemplare eher kaum. Stört man diese Nattern erschrecken sie sehr schnell und beginnen hektisch durch das Terrarium zu schießen (daher sind gute Deckungsmöglichkeiten so wichtig). Zur Feindabwehr gehört neben dem Ausscheiden von Kot und Sekret, das die Nattern mit auf- und zuschnappendem Maul ihren Vorderkörper durch die Luft schwingen und ggf. schnell, aber scheinbar nicht gezielt zubeißen. Um also Bissen zu entgehen, empfiehlt es sich die Tiere bei der Entnahme aus dem Terrarium auf keinen Fall fest zu drücken, sondern fortwährend über bzw. durch die Hände gleiten zu lassen.

T. sauritus reagiert trotz den vielen Beschreibungen in der Literatur, wonach sie einer eher aquatilen Lebensweise nachgeht, bei dauerhaft zu hoher Luftfeuchte oder gar feuchtem Bodensubstrat im Terrarium schneller mit Hautkrankheiten als andere Thamnophis-Arten. Der somit als widersprüchlich zu betrachtende, oft publizierte Vorschlag, die Nattern würden sich für eine Haltung in einem Paludarium eignen, deutet m.E. auf ungenügende Beobachtung und Verkennung der Tatsachen hin.

Trächtige Weibchen der Florida-Bändernatter werden in der freien Natur von Juni bis Oktober beobachtet. Die Wurfgröße beträgt bis zu 26 Jungtiere, welche 14 bis 16,5 cm lang sein können. Florida-Bändernattern haben im Duchschnitt höhere Wurfgrößen und größere Jungtiere als die nördlichen Unterarten von T. sauritus.

Die Dauer und Intensität der Winterruhe der Florida-Bändernatter hängt von den jeweiligen klimatischen Verhältnissen in den Monaten Dezember bis Februar ab. Meist ziehen sich die Nattern lediglich zurück und können auch während dieser Zeit oftmals in der Nähe ihrer Unterschlupfe sich sonnend beobachtet werden. Futter wird in dieser Zeit jedoch eher selten erbeutet.


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