Zwei und Eins macht ... Drei!!! I

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Endlich war es soweit. Unser Herrchen schaffte unsere Überwinterungsboxen am 22. Januar 2004 vom kühlen Keller nach 35 Tagen des Fröstelns in der Dunkelheit wieder in seine Wohnung. Einen Tag später durften wir beiden Hammerkerls denn auch erstmals das vorgewärmte Terrarium unserer Göttin Loopy aufsuchen. Das Problem war anfangs nur, das Loopy selbst noch gar nicht anwesend war. Dies änderte sich aber rasch und kaum war Loopy zu uns auf ihre Bude geglitten, begann auch schon das sanftmütige Werben um sie.

Loopy war ganz offensichtlich zu allem bereit, und nur der Hammerkerl mit dem seltsamen Namen Pithy hatte so seine Sorgen beim Verfolgen der immer wieder langsam hinfortkriechenden Loopy. Das lag aber lediglich daran, das Pithy den ersten Abend im Warmen schon eingetrübt erlebte. Somit standen die Möglichkeiten für den Guzzly (noch so ein seltsamer Name) viel besser und genutzt hat er diese auch ganz ausgiebig. Schon am zweiten Abend nach unserem Zusammenzug wurde Guzzly dann auch schon von der feschen Loopy eifrig durch das Terrarium gezogen und am letzten Tag unseres kurzen Zusammenseins, dem 28. Januar 2004, entdeckte Herrchen am Morgen, das Pithy vorab schon einmal seinen Schwanz komplett gehäutet hatte. Wobei könnte das nur passiert sein ... hmm?

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Nach nur 6 Tagen war also das fröhliche und ausschweifende Beisammensein vorüber. Lustiger Weise fiel Herrchens Entscheidung unserer Trennung nach Geschlechtern just mit dem Zeitpunkt zusammen, als unsere vorher noch so anschmiegsame und biegsame Loopy plötzlich mit heftiger Flucht reagierte, sobald einer von uns Hammerkerls sich ihr zu nähern gedachte. Kurz darauf zog Tippse, die bravste aller Bändernattern hier, dann wieder zu Loopy ins Terrarium und durfte dort noch bis zum 21. März 2004 bleiben. Dann mußte auch sie ausziehen, damit unsere Loopy ihre schon zu diesem Zeitpunkt recht deutliche Trächtigkeit in aller Ruhe ausleben konnte.

Und genau das tat Loopy dann auch. Nach dem 29. April 2004 nahm sie kein einziges Mal mehr Futter an und ihr Tagesablauf bestand lediglich daraus, sich in dem eh schon schön warmen Terrarium kurz nach 9:00 Uhr morgens unter den Spot zu pflanzen und dort erst gegen 18:00 Uhr wieder zu verschwinden. So manches Mal war sie doch recht erstaunt, wenn unser Herrchen plötzlich vor ihrem Becken auftauchte und brach das Sonnenbad dann hin und wieder endgültig für diesen Tag ab. Darüber freute sich Herrchen natürlich weniger, aber mollige Strumpfbandnatternmädels haben bei ihm ganz offenbar völlige Narrenfreiheit. Wir beiden Hammerkerls waren nunmehr in ein leicht vergrößertes Terrarium gezogen und ganz anders als Loopy futterten wir jede Woche brav eine Babyratte oder seltener auch mal zwei größere und leicht behaarte Babymäuse.

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Loopy, Loopy, Loopy ... was machst Du da nur ... hätten wir sie auf jeden Fall mal gefragt: nicht fressen, nur einmal (am 22. April 2004) häuten und ansonsten nur sonnen oder verstecken! Sollten wir und Herrchen uns Sorgen machen? War alles in Ordnung mit ihr? Es steht ja hin und wieder mal geschrieben, das die Schwarznacken-Strumpfbandnattern mehrwöchige oder gar -monatige Fresspausen einlegen würden, aber bisher hatten wir alle drei das unserem Herrchen noch nie bewiesen. Das es nun ausgerechnet in der Phase der Trächtigkeit auftreten mußte und diese sich ohnehin wie Kaugummi hinzog, kann einem schon zu denken geben, oder?

Am 14.06.2004 kam Herrchen von einem verlängerten Wochenendausflug wieder zurück zu uns nach Hause und sein erster Blick galt natürlich Loopy's Terrarium. Schon von der Tür aus sah er ein Babyschlänglein im Terrarium und vor lauter Aufregung über diese Entdeckung fiel ihm erst anschließend auf, das seine über 2 Meter große Wuschelpalme quer ins Zimmer umgekippt war. Er stürmte also gleichmal hin zur Loopy, welche lustig in der Wasserschale nach Futter suchte und entdeckte zu dem lebendigen Babyschlänglein, welches gleich munter drauflos kroch, insgesamt zwei zwar kräftige, aber trotzdem in der Eihülle verendete Junge. (Irgendwann hat er selbstverständlich auch die Palme wieder auf Vordermann gebracht.)

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Jetzt fragt Ihr Euch wahrscheinlich, ob das schon die Überschrift unseres Berichts rechtfertigen soll? So eine hübsche Loopy, zwei so heiße Typen wie wir und nur ein lebendiges Baby? Naja, ganz so traurig ist es nicht ausgegangen, denn als Herrchen Loopy und den Großteil der Einrichtung des Terrariums entfernt hatte, fand er unter der Korkrinde noch zwei ganz schnubbelige Babyschlangen, welche erst nervös wurden, als er sie schon umgesetzt hatte. Die drei Loopybabes sind übrgens ganz genau in das Terrarium gezogen, in welchem auch wir drei im Herbst 2001 unsere ersten Wochen hier beim Herrchen verbracht haben: das 25x25x20 cm große Falltürscheiben-Becken, welches wie immer einen Ast zum Klettern, eine Wasserschale, ein paar Pappröhren als Verstecke und als Bodenaufleger Küchenpapier zu bieten hat. Loopy's Becken wurde selbstverständlich noch am Tag von Herrchens Entdeckung komplett gereinigt und schon am nächsten Tag half sich unsere Süsse zwei ordentlich große Babyratten zum Mittagsschmaus rein. Nun ist sie denn auch endlich wieder einmal in die Häutung gekommen und wenn Ihr mal nachrechnet, das sich Loopy letztes Jahr insgesamt 9 mal gehäutet hatte, könnt Ihr auch erahnen, das sie das dieses Jahr wohl kaum genauso oft hinbekommen wird - schließlich haben wir gleich das halbe Jahr 2004 rum!

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Babyschlangen machen Herrchen ja immer Freude, aber jedes mal ist es doch wieder was Neues. Unsere Drei sind total brav und haben (und das ist genau wie bei uns damals!) nur ganz ganz selten Lust sich mal zu verstecken. Eines der Kleinen lungert mit Vorliebe auf dem Lochblech hinter der Scheibe herum, das andere knäult sich ganz gerne zwischen Scheibe und Wasserschale und das dritte macht das was Herrchen am besten gefällt es versucht sich ununterbrochen an den Schlitz des Führungsprofils der Frontscheibe anzupassen - Genial ohne Ende! Am Futter hatten die drei so schnell noch kein Interesse, aber Herrchen weiß ja auch, das er zumeist darauf warten muß, das die Babys erstmal ein paar kleine (oft grünliche) Kleckse ins Terrarium absetzen bis sie bereit sind neues Futter aufzunehmen. Und nachdem er anhand der nicht 'geschlüpften' Babys gesehen hat was für große Dottersäcke Loopy ihren zahlenmäßig so wenigen Babys mit auf den Weg gegeben hat, kann er sich schon ausrechnen, das hier keine Hungersnot ausbrechen wird. Fünf Tage nach ihrer Entdeckung im mütterlichen Terrarium hat das erste Jungtier begonnen zu futtern - und zwar gleich so viel, das Herrchen erst noch glaubte alle Dreie hätten schon ein paar Fischschnipsel im Bäuchlein. Kurz darauf hat sich das futtertolle Kleinchen auch schon Babymausstücken einverleibt - wenn das mal so bei allen Dreien klappen würde ...

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Da das obergierige Baby, wenn es denn einmal mit Fressen begonnen hat, so rabiat und fix beim Futtern ist, hat Herrchen die beiden anderen Loopybabes in ein separates Terrarium umgesetzt. Stint, Bachsaiblingstücke, Laubwürmer, Babymaus - alles Rohrkrepierer, könnte man sagen. Aber natürlich waren die am 14. Tag nach Entdeckung angebotenen kleinen bunten und sehr munteren Neonfische einfach zu aufregend, um sie auch zu ignorieren - zumindest für einen der beiden Hungerstreikenden. Sobald unsere schon vom ersten Tag an 25 cm langen Loopybabes also etwas gewachsen sind, gibt es wieder Neues von ihnen zu lesen und natürlich auch zu gucken. Oi oi, Sind die nicht absolute Schnubberlingsels???!!!

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