Minis/FAQ's zu Bänder- und Strumpfbandnattern

Ernährung


Was frißt eine Thamnophis?

Was ist besser totes oder lebendiges Futter?

Was sollte man nicht oder nur selten füttern?

Muß ich dem Futter etwas zugegeben, z.B. Vitamine?

Wie füttere ich Thamnophen?

Wie oft soll ich die Tiere füttern?


Was frißt eine Thamnophis?

In ihren natürlichen Lebensräumen erbeuten die meisten Thamnophis-Arten hauptsächlich diverse Frosch- und Schwanzlurche.
Strumpfband- und Bändernattern werden in der Gefangenschaft hauptsächlich mit Fisch gefüttert. Man kann also sowohl gefrorenen Fisch aus dem Zooladen oder von speziellen Lieferanten - z.B. Frostfutter.de, Aquarien- oder Goldfische als auch Fischfilet von frischem Fisch (sollte kurz eingefroren werden) anbieten.
Ganze Fische sind Fischstreifen bzw. -filet natürlich vorzuziehen!
Die meisten Arten fressen ebenfalls gern kleinere Nager. Je nach Größe der Schlange bietet sich hier die Fütterung von Babymäusen, etwas größeren Mäusen (Springern) oder Babyratten an. Insbesondere größere Mäuse sollten vorher abgetötet werden, da Thamnophen keine "Würgeschlagen sind", d.h. das Futter wird nach aufwendigem "Ruhigstellen" beinahe lebendig verschlungen. Verglichen mit dem Nährwert von Fischen (Stint bspw. ist arg fetthaltig) sind prinzipiell Nager als Futter zu favorisieren.
Große Strumpfbandnattern-Weibchen fressen auch gern einmal ein Eintagsküken.


Was ist besser totes oder lebendiges Futter?

Oftmals ist zu lesen, das einige Tiere nach dem Füttern von lebendigem Futter nicht mehr an totes Futter gingen. Angangs waren meine Tiere nicht so wählerisch, mittlerweile habe ich jedoch bei einigen (T. sirtalis sirtalis, T. marcianus marcianus) feststellen müssen, das das mehrmalige Verfüttern von lebendigem Futter eine mehrmalige Futterverweigerung oder zumindest scheinbare Appetitlosigkeit nach sich ziehen kann. Ich verfüttere hauptsächlich Babyratten und hin und wieder Stinte.


Was sollte man nicht oder nur selten füttern?

Obwohl sie durchaus zum natürlichen Beutespektrum der meisten Thamnophis-Arten gehören, sollte man von der Fütterung von Regenwürmern absehen. Zum Einsatz sollten diese nur kommen, wenn ein Tier das Futter über längere Zeit verweigert hat. Dann kann man probieren, ob es ggf. an Regenwürmern Gefallen findet. Auch bei der Aufzucht von Jungschlangen können Regenwürmer hilfreich sein. Das gleiche gilt für die in Angler- oder Zoogeschäften erhältlichen Tauwürmer. Diese Würmer bieten den Tieren fast keine Mineralien, Vitamine o.ä., man müßte prinzipiell also diverse Mittelchen zufüttern. Außerdem ist der Kot der Schlangen nach Wurmfütterung besonders dünnflüssig und übelriechend!

Nacktschnecken sollte man der Natur nur dort entnehmen, wo man sicher sein kann, das die Futtertiere nicht mit Schadstoffen belastet sind. Da solche Gegenden hier in Deutschland sicherlich immer schwerer zu finden sein werden, kann man prinzipiell den Gedanken an eine Verfütterung dieser Tiere auch gleich streichen. Hinzu kommt die Gefahr der Übertragung von Parasiten. Abgesehen davon stelle ich es mir auch nicht sonderlich schön vor, wenn meine Thamnophen die Nacktschnecke erst einmal als Fensterleder benutzen um sie letztendlich im schlimmsten Fall gar nicht zu fressen!

Alle Reptilien und Amphibien stehen in Deutschland unter Tierschutz! Das bedeutet, eine Verfütterung von lebendigen Tieren kommt nicht in Frage! Hin und wieder ist zu lesen, das manche Halter totgefahrene Kröten oder Frösche nach Regenschauern auf den Landstraßen einsammeln und verfüttern. Hier stellt sich jedoch genau wie bei den Nacktschnecken die Frage der Unbedenklichkeit hinsichtlich Umweltbelastungen oder Parasiten der Futtertiere.

Manche Halter, speziell in den USA, scheinen auch Insekten oder Dosenfutter für Katzen zu verfüttern. Das habe ich alles nicht probiert - und habe es auch nicht vor.


Muß ich dem Futter etwas zugegeben, z.B. Vitamine?

Insbesondere bei der hauptsächlichen Ernährung der Tiere mit Fisch (hier wieder besonders Stinte Karpfenfische wie dem Goldfisch) macht sich die Zugabe eines Vitamin B-Komplexes erforderlich. Ich setze ZVT Korvimin ein. Dieses Präparat kann man beim Tierarzt kaufen.
Neben der bescheinigten, ausgewogenen Zusammensetzung des Präparates ist der weiterhin erfreulichste Vorteil, das das Präparat offensichtlich durch die Schlangen nicht als "störend" bei der Futteraufnahme empfunden wird.
Ich dosiere für reine 'Fischfresser' wie folgt: ungefähr bei jeder 2. Fütterung streue ich einige Krümel des Präparates über jedes einzelne Futtertier. Hinzu kommt eine Prise pures Vitamin B1, welches aus der Apotheke bezogen werden kann.
Möglicherweise ist es jedoch nicht ausreichend, das Futter noch so regelmäßig zu überpudern, so das ich für einige Tiere (in meinem Fall ausschließlich die männlichen Bändernattern), welche partout nicht an das regelmäßige Fressen von Nagern zu gewöhnen waren, einmal im Monat per 'Schluckimpfung' die Paste Complexamin verabreiche.


Wie füttere ich Thamnophen?

Ich habe anfangs alle Tiere in ihren Terrarien gefüttert. Nach diversen Auseinandersetzungen zwischen den Nattern tue ich dies nur noch in einigen wenigen Fällen. Ich habe die Erfahrung gemacht, das nicht jedes Tier gern zwecks Fütterung hin und her gesetzt wird. Insoweit es hier bereits in der Vorzeit zu Konflikten bei der Fütterung gekommen ist, entnehme ich das dominante Tier vorerst und setzte es nach ausreichender Fütterung des "unterdrückten" Tieres wieder zurück.

Die meisten meiner Nattern füttere ich in kleinen Plasteboxen, was problemlos klappt und neben dem Ausschluß des Risikos von Beißorgien etc. den weiteren Vorteil hat, das die Nattern ohne große Ablenkungen fressen können. Man darf hierbei aber nicht außer Acht lassen, das jede Entnahme des Tieres aus dem Terrarium Streß bedeutet!


Wie oft soll ich die Tiere füttern?

Jungtiere füttert man im Durchschnitt mit jeweils 3-4 Tagen Abstand.
Für ausgewachsene Tiere reicht eine Fütterung pro Woche aus. Diese sollte dann so bemessen sein, das die Tiere sich tatsächlich sattfressen können.

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