Natterntalk - Die Nattern plaudern

Die Biggies (Heterozygote anerythristische T. sirtalis parietalis, Nachzucht, geboren am 24.07.2000; anerythristische T.s.p., US-Nachzucht 2004)

Na......und schon klären wir Euch auf! Seit dem 15.09.2001 sind wir nach Berlin umgezogen. Unser bisheriger Papa (übrigens ein ganz prominenter Natternzüchter) hat uns vorbildlich gepackt und uns unserem Schicksal überlassen. Aber wir können nicht klagen: Erwartet hat uns ein herrlich eingerichtetes Terrarium und ein (wie es scheint) sehr zuverlässiger neuer Papa.

T. s. parietalis het. anery. Bild 003Unser neuer Papa ist ganz erstaunt wie ruhig und zutraulich wir sind. Komisch, muß wohl an unserer Herkunft liegen!

Am Tag nach unserem Umzug haben wir uns erstmal akklimatisiert, aber wenn der neue Papa zu uns kommt, stürmen wir schon gleich mal gern zur Vorder-Scheibe.

Jetzt wollen wir Euch aber auch verraten, warum wir so anders aussehen. Eigentlich müßte man unsere Bezeichnung von 'Rotseitige' Strumpfbandnattern in 'Rot-Kommt-Raus' Strumpfbandnattern ändern, aber wozu? Insoweit wir uns gelegentlich mal untereinander sehr sehr nahe kommen, werden einige unserer Sprößlinge nämlich ganz anders aussehen, also weder T. s. parietalis het. anery. Bild 002wie wir noch die ganz normalen 'Rotseitigen'. Das ist so, weil unser Erbgut ein bisschen anders zusammengesetzt ist. Die Sprößlinge werden garnicht mehr rot sein, sie sehen schwarz-weiß aus! Das ist ein Knaller was? Und um noch einen draufzusetzen, einige der Kleinen werden auch noch etwas blau, eher schwarz-blaugrau sein. Noch ein Knaller was? Auf einer der Internetseiten unseres bisherigen Papas kann man sich das mal angucken, einfach hier draufklicken und ab in die Gallery!

OK, wir denken, das muß erstmal verarbeitet werden, ist natürlich ein Schock für Euch Menschen. Stellt Euch vor Eurer Nachwuchs hätte auf einmal eine andere Farbe, oder eben eine zu wenig...da kommt man ins Grübeln. Bei uns hingegen ist das wirklich natürlich! Da hat keiner den Chemiebaukasten bemüht oder sowas! Echt!!!

T. s. parietalis het. anery. Bild 008T. s. parietalis het. anery. Bild 001Übrigens konnte der Jan nach ein paar Tagen bereits feststellen, wie unproblematisch wir wirklich sind. Wir sind wie fast alle Strumpfbandnattern extrem neugierig. Deshalb verfolgen wir auch jede Bewegung vor unserem Zuhause ganz genau, wenn er sich in unserem Raum aufhält. Unser Mädel hat nun auch ihre Haut abgeworfen, und es ist gekommen wie schon vermutet! Jetzt findet der die so super-schick!!! Die soll sich mal nicht so anbiedern, das ist ja widerlich!

T. s. parietalis het. anery. Bild 013Futter haben wir auch schon bekommen, und weil der Jan oft nicht richtig zuhört, wenn ihm was gesagt wird, haben wir das Futter zuerst gar nicht bemerkt! (Er war immerhin so clever und hat uns zu den 5 Babymäusen noch einige Stinte dazugelegt...das haben wir natürlich sofort gerochen, und los ging es!) Unser erstes Futter hatte er uns ins Terrarium gestellt - Ja ist er denn des Wahns!!! Natürlich hat sich unsere Joo gleich beim Yep mit Futter bedient. Jetzt kriegen wir künftig, so wie wir es auch von unserem bisherigen Papa kennen (wir können uns aber kaum noch an ihn erinnern, weil es hier so schön ist), unser Futter extra in einer Art Futterbox - immer fein einzeln. Das klappt wirklich problemlos und geht ganz fix von statten.Fressen tuen wir übrigens beinahe ausschließlich größere Babymäuse und Springer. Manchmal gibt es noch einen Fisch obendrauf - ganz besonders lecker ist das natürlich wenn der Jan vorher dieses feine Vitaminpulver draufgemacht hat.

T. s. parietalis het. anery. Bild 012Unsere Joo hat ganz selten auch mal sowas wie einen "stürmischen Tag". Dann läßt der Jan sie in Ruhe und am nächsten Tag ist sie wieder ganz die Alte (wenn man das von uns Anderthalbjährigen überhaupt sagen kann..)!

Am 28.03.2002 ist etwas sehr Tragisches passiert, der kleine Yep-Mann ist umgekommen. Der Jan ist sehr sehr traurig und hat hier kurz aufgeschrieben wie es dazu kommen konnte. Nun müssen wir dem Jan in der nächsten Zeit besonders viel Freude machen. Joo hat schonmal geplant ihre Haut abzuschmeißen, damit sie wieder luxuriös leuchtet :-). Unsere kleine "S-Bahn Yep" kann natürlich keiner ersetzen.

Irgendwann im Juli 2002 wurde der Jan immer unruhiger. Ständig holte er sich den Jup aus dem Terrarium und beguckte ihn ganz zweifelnd. Nun hat sich herausgestellt, das der Jan dank (oder trotz) seiner neuen Brille richtig getippt hat. Jup ist gar kein 'Er', sondern eine 'Sie'. Na bitte! Da hat der Jan doch endlich mal wieder was zu tun: nämlich ein passendes Männchen für uns beide zu finden! Viel Erfolg können wir ihm da nur wünschen, denn das wird schwer...


T. s. parietalis het. anery. Bild 017 Auch ein knappes Jahr nach Yep's tödlichem Unfall hat der Jan uns noch kein wirklich passendes Männchen besorgen können. Aber er bleibt da selbstverständlich dran - und vielleicht klappt dieses Jahr doch noch was...abwarten und Babyratten futtern... Zum Zeitvertreib ist der Strippen-Klaus (er ist auch auf dem Bild rechts zu sehen ...sucht ihn mal :-)) nach unserer Winterruhe bei uns eingezogen, aber ob er sich an uns 'erfreuen' durfte, weiß Herrchen nicht so recht.

Immerhin haben wir zwei Weibsen uns nach einigen Tagen Eingewöhnungszeit mit dem Strippen-Klaus angefreundet und nur wenns ums Futtern geht, muß Klausen in eine Box umgesetzt werden.

Ansonsten gedeihen wir ganz prächtig - und wir denken am Beispiel von Joo's neuestem Bild kann man das auch prima erkennen, oder?


Zwei Jahre lang gab's keinen Bericht von der Biggies-Front! Jetzt haben wir Juli 2005 und Zeit wird's ja mal wieder. Nicht alle Nachrichten die sich so im Laufe der Zeit ansammeln müssen auch zwangsläufig gute Nachrichten sein. Also um es kurz zu machen, die fesche Jup mußte in 2004 eingeschläfert werden - warum, wieso und weshalb wird der Jan Euch demnächst in einem längeren Bericht erklären. Überhaupt guckt er immerzu etwas zweifelnd ins Biggies-Terrarium, denn Joo wird und wird nicht schlanker, obwohl sie schon Monate der Winterruhe hinter sich gebracht und letztes Jahr beizeiten die Futteraufnahme eingestellt hatte, einen Mann hatte sie dieses Jahr auch nicht, sehr seltsam die Gute. Joo war auch schon zwei Mal beim Tierarzt deswegen, aber der konnte nicht herausfinden, ob mit ihr irgendwas nicht stimmt. Immerhin futtert sie neuerdings wieder zuverlässig. So muß der Jan wohl davon ausgehen, das erstmal alles soweit in Ordnung mit ihr ist. Aber irgendwann will er's ganz bestimmt genau wissen, denn letztes Jahr im September hat er endlich was Passendes in Jungtierform für spätere Vergnügungen bekommen können - Guckt doch mal die kleinen anerythristschen Natterken an - sooo hübsch (und leider auch sooo wild!). Über die beiden erfahrt dann irgendwann auch mal mehr - z.B. über das Zungenproblem des Männchens. Es gibt doch einfach immer wieder mal was zu berichten; Ihr werdet schon sehen.

T. s. parietalis anerythristisch Bild 001T. s. parietalis anerythristisch Bild 002


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